Folge 41 | Gesundheits-EMIL: Mobilität als Schlüssel zur Gesundheit. Ein neues Angebot für die Region

Shownotes

Wie kommt man zum Arzttermin, zur Therapie oder zur Untersuchung, wenn man selbst nicht mehr fahren kann und Angehörige nicht immer verfügbar sind? Genau hier setzt der Gesundheits-EMIL an, eine Initiative, die Menschen bei Fahrten zu Gesundheitseinrichtungen unterstützt. In dieser Folge sprechen wir mit Manuel Haydn-Wurm, Community Nurse in Wieselburg, über die Entstehung des Projekts, den Bedarf hinter dem Angebot und darüber, warum Mobilität ein wichtiger Bestandteil von Gesundheitsversorgung ist. Außerdem zu Gast: Frau König, eine freiwillige Fahrerin des Gesundheits-EMIL. Sie erzählt, warum sie sich engagiert, was die Aufgabe mit sich bringt und weshalb solche Angebote weit mehr sein können als reine Transportdienste.

Themen dieser Episode: Was ist der Gesundheits-EMIL? Wer kann das Angebot nutzen? Wie funktioniert die Buchung? Mobilität und Gesundheit im Alter Die Rolle von Ehrenamt und organisierter Nachbarschaftshilfe Wie man sich als freiwillige Fahrerin oder freiwilliger Fahrer engagieren kann

Moderation: Klara Wangler Gäste: Manuel Haydn-Wurm, Ingrid König Redaktion: Stadtgemeinde Wieselburg, Gabriela Dorn-Scheruga Audioproduktion & Technik: Wangler Media Logo: c Leerzeichen

Links: Weitere Informationen zum Gesundheits-EMILStadtgemeinde Wieselburg – Gesundheits-EMIL https://www.wieselburg.gv.at/umwelt-bewegung/gesundheit/gesundheits-emil?swordlist%5B0%5D=Haydn-wurm&nocache=1 Community Nurse Wieselburg https://www.wieselburg.gv.at/umwelt-bewegung/gesundheit/gesundheitsdienstleister/detailansicht-gesundheitsdienstleister/sanos-orthopaedietechnik-sanitaetshaus-1?swordlist%5B0%5D=Community&swordlist%5B1%5D=Nurse&no_cache=1

Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Welle Wieselburg.

00:00:15: Heute sprechen wir über zwei Themen, die uns alle betreffen – nämlich Mobilität und Gesundheit und darüber welche Hilfestellungen es in den Gemeinden der Inregion gibt wenn Arzttermine, Therapien oder Untersuchungen aufgrund mangelnder Mobilität zum Problem werden.

00:00:33: Gerade für ältere Menschen oder Personen ohne eigenes Auto kann der Weg zur Gesundheitseinrichtung eine echte Herausforderung sein.

00:00:40: Familie oder Nachbarn können nicht immer einspringen und genau hier setzt ein neues Angebot in unsere Region an, der Gesundheits-Emil.

00:00:49: Aber was steckt hinter diesem Projekt?

00:00:51: Wer kann dieses Angebot nutzen und wie funktioniert es?

00:00:55: Und welche Rollen spielen freiwillige Fahrerinnen und Fahrer die ihre Zeit schenken damit andere mobil bleiben können?

00:01:02: Darüber sprechen wir heute mit zwei Gästen, zum einen mit Manuel Heidenwurm, Community Nurse in Wieselburg und Mitinitiator bzw.

00:01:11: Organisator des Gesundheitsemails und zum anderen mit Frau König die sich freiwillig engagiert und als Fahrerin Teil dieses neuen Angebots ist.

00:01:20: Schön dass ihr beide heute hier seid.

00:01:22: Hallo

00:01:24: Manuel, du warst ja bereits zu Beginn von Welle Wieselburg unser Gast und zwar bei Folge sechs vor mittlerweile schon fast zwei Jahren im Juni.

00:01:33: Das Thema war damals gesund und fit im Alter.

00:01:36: ich möchte trotzdem kurz bitten dass du dich noch einmal vorstellen.

00:01:39: für alle die die Folge vielleicht noch nicht gehört haben oder dich vielleicht gar nicht kennen?

00:01:44: Ja hallo!

00:01:45: Ich bin der Manuel Heiden-Wurm lebt seit dem Jahr zwanzig in Wiesleburg Und bin seit Jahrzehnte und zwanzig als Community Nurse bei der Stadtgemeinde Wieselburg angestellt.

00:01:56: Ja, ich bin so Ansprechperson für alle Fragen rund um das Thema Pflege- und Betreuung für alle Bürgerinnen in Wiesleburg.

00:02:05: Genau!

00:02:05: Wir haben damals schon darüber gesprochen.

00:02:07: Würdest du sagen hat sich in den letzten zwei Jahren dieser Tätigkeit als Community nurse für dich verändert?

00:02:14: Man merkt eindeutig dass der Bedarf Steigt, ja man merkt die Bevölkerung der demografische Wandel schreitet voran.

00:02:21: Die Bevölkerung wird immer älter und dementsprechend steckt.

00:02:24: Der Bedarf für dieses Berufsfeld ist immer mehr genau.

00:02:30: Ja und heute haben wir dich zu einem ganz bestimmten Thema eingeladen.

00:02:33: Und zwar zum Thema Gesundheitsemail.

00:02:36: Wer oder was ist dieser Gesundheitsemil?

00:02:39: Also wir sind ein ehrenamtlicher Fahrtendienst.

00:02:43: Wir sind in einem Verein organisiert, der Verein heißt Gesundheitsemil für die Inregion.

00:02:50: Wir haben jetzt etwa zwanzig ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen Und wir transportieren Personen aus den vier Inregionen-Gemeinden also Wieselburg Stadt und Land, Bergland und Betzenkirchen zu Gesundheitseinrichtungen außerhalb der Inregión.

00:03:05: Wieso außerhalb?

00:03:07: In der Innenregion haben wir das Innenregions-Taxi beziehungsweise den Stadtwiesel in Wieselburg.

00:03:13: Apropos freiwillige Fahrerinnen und Fahrer, unser zweiter Gast Frau König ist eine von mittlerweile zweiundzwanzig Freiwilligen die sich bereits bei dir gemeldet haben Manuel um dieses Projekt zu unterstützen.

00:03:24: herzlich willkommen Frau Königs.

00:03:27: Ich darf Sie auch bitten vielleicht dass sie sich kurz vorstellen?

00:03:31: Ich bin jetzt in der Pension und habe damit die Zeit gefunden.

00:03:42: Und ich war sehr gerne Opfer für solche Fahrten.

00:03:45: Was hat sich überzeugt, dass Sie Teil dieses Projekts werden?

00:03:50: Vorwiegend das.

00:03:51: Ich habe einmal einen Knie bekommen und damit hatte ich keine Fahrmöglichkeit zum Fahren.

00:03:56: Ich hab keinen Fahrer gehabt und da habe dann das Witteltaxi praktisch verwendet.

00:04:01: Und das ist eigentlich der Hauptgrund, wo ich sage, ich kann Menschen helfen.

00:04:05: Die, was selbst nicht fahren können sie zu irgendeinen Termin, die für mich sehr gerne hin, weil man weiß nie selber, wann man es einmal wirklich selber bracht.

00:04:15: Manuel wie ist die Idee entstanden?

00:04:17: Dass man überhaupt mal beim Thema Mobilität ansetzt?

00:04:22: Wenn man ganz an den Anfang geht, ist ja so.

00:04:25: das zu meiner Tätigkeit aus Community Nursing.

00:04:28: Ein weiterer der Tätigkeitsfeld des Community Nursing ist auch die Etablierung ehrenamtlicher Hilfstätigkeiten.

00:04:39: Weil man jetzt sieht dass mit den wachsen Herausforderungen im Bereich Pflege und Betreuung dieser wichtiger Baustelle ist um da entgegenzuwirken.

00:04:48: Und in Gesprächen mit Herrn Bürgermeister haben wir immer wieder Ideen gesponnen, was wir machen könnten.

00:04:56: Am Anfang war es ein Besuchstienst.

00:04:59: Es war relativ schwierig da Freiwillige zu finden die sich für einen reinen Besuchsdienst melden und im Gespräch mit meinen Klienten habe ich dann gemerkt dass das Thema Mobilität schon wichtig ist und dass gerade viele alleinstehende Personen oder allein stehende Paare, die jetzt niemanden zum vorn haben da einen großen Bedarf haben.

00:05:19: Und so sind wir dann eben auf das Thema Mobilität gekommen und dann in weiterer Folge auf das thema Gesundheitseinrichtungen weil es halt sowas auch eigentlich in der Gegend beziehungsweise Österreich weit noch nicht gibt.

00:05:32: Wer kann dieses Angebot nutzen?

00:05:34: Gibt es da bestimmte Voraussetzungen, die auch für die Nutzung erfüllen muss.

00:05:38: Nein, gar nicht!

00:05:39: Es kann.

00:05:39: jeder Oli-Bürger und Bürgerinnen der vier Innerikon gemeinten kennen das Nutzen.

00:05:44: Man muss nur Mitglied im Verein werden.

00:05:47: Mitgliedsbeitrag ist relativ niederschwellig.

00:05:49: Genau, auf etwa von zwanzig Euro im Jahr.

00:05:52: Das Ganze glaube ich jeder leistet.

00:05:54: Und für welche Fahrten ist das Angebot jetzt gedacht?

00:05:57: Gibst du irgendwelche Einschränkungen?

00:06:00: Die einzige Einschränkung ist, dass wir innerhalb der Inregion nicht fahren.

00:06:04: Da gibt es eine einzige Ausnahme, das ist das Tagesbetreuungszentrum.

00:06:08: Sie sind derzeit noch gut versorgt mit ihren Fahrten aber wenn's da einen Bedarf gibt würden wir auch Personen innerhalb der inregion zum Tagesbetreuerungszentrem transportieren.

00:06:18: und sonst Ziele werden die Landeskrankenhäuser z.B.

00:06:22: in Scheibs, in Melk, im Städten Therapie- und Diagnosezentren.

00:06:27: Wie kann ich mir das jetzt vorstellen, wenn nicht die Anrufe läuft so eine Buchung konkret ab?

00:06:32: Genau.

00:06:32: Wir haben eine Buchungsplattform, die heißt Emilio.

00:06:37: Das ist ja das was die ganzen Emil-Projekte in der Region gibt es sind schon über zwanzig eigentlich verbindet Es sind ja eigentlich lauter eigenständige Projekte, sie sind ein eigenständiger Vereine aber die nutzen alle diese Buchungs-Plattformen.

00:06:49: Das stellt Andreas Zeiner, der hat den ersten Emilien in Euratzfeld entwickelt.

00:06:53: er stellt diese Buchumsplattform zur Verfügung relativ kostengünstig, darum können sie die Gemeinden auch sehr gut leisten.

00:07:01: Und die ist ja einfach zu bedienen.

00:07:03: also da können die Fahrer und Fahrerinnen werden dort registriert und die können mit zwei Klicks dort auch ihre Dienste anlegen und auch die Buchungen können dort selber von den Nutzerinnen angelegt werden.

00:07:16: natürlich für ältere Menschen funktioniert das ganze ja telefonisch.

00:07:20: Ich wollte gerade sagen, gibt es da eventuell auch eine Unterstützung oder Alternative?

00:07:23: Auf

00:07:24: jeden Fall!

00:07:24: Also man kann die Mitgliedschaft entweder über die Buchungsplattform abschließen aber natürlich, es funktioniert alles auch telefonisch beziehungsweise kann man auf die Gemeindehämter gehen.

00:07:34: Da liegen die Anmeldeformulare auf und genau dort wird man auch ausreichend informiert.

00:07:39: Was unterscheidet jetzt diesen Gesundheits-Email von einem konventionellen Taxi vor ein Rettungstransport oder angehörigen Hilfe?

00:07:49: Natürlich von einem Taxi ist das wir keine Gewerbe ausüben.

00:07:52: Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Fahrern und Fahrerinnen, deswegen ist es auch wichtig dass die NutzerInnen Mitglied im Verein sein weil so sind wir quasi nicht in einem Gewerb, wir transportieren Vereinsmitglieder andere Vereins-Mitglieder genau.

00:08:09: Und vor allem Krankentransport wollen wir uns natürlich ganz klar abtrennen.

00:08:13: bei Krankentransport braucht man Transportschein vom Arzt und das braucht man eben bei uns nicht.

00:08:21: Deswegen können wir natürlich nur Personen transportieren, die jetzt nicht sehr eingeschränkt sind in ihrer Mobilität.

00:08:28: also eine geringe Hilfestellung bieten unsere Voranfahrerinnen natürlich an beim Ein- und beim Aussteigen.

00:08:33: Aber am Ziel selbst, am Ziel der Fahrt müssen sich die Personen schon selbstständig zurechtfinden.

00:08:41: Natürlich hat man die Möglichkeit, wenn wir jetzt eine Betreuungsperson, sei es jetzt vielleicht ein vierundzwanzig Stunden-Betreuerin oder Angehörige begleiten jemanden, die können dann kostenlos mitfahren.

00:08:52: Frau König was bedeutet die Aufgabe eines Fahrers konkret?

00:08:56: Für mich ist wichtig dass ich die Person, die sich abholen bündlich immer dort bin auch wieder bündlich ans Ziel bringen und dass der Fahrgast auf Erdrauen in den Fahrer praktisch hat, das man dann gut hinbringt.

00:09:14: Weil er muss sich wohlfühlen während der ganzen Fahrt.

00:09:19: Sie bringen den Fahrgasten ins Ziel?

00:09:22: Und wie ist denn der weitere Verlauf?

00:09:25: Sie hoffen nur beim Aussteigen aber den Arztbesuch selber absolviert an der Patientelleine bzw.

00:09:31: der Fahrgest?

00:09:34: Fahrgast alleine.

00:09:35: Und ja, ich warte einfach wieder um bis er fertig ist.

00:09:40: Sollte ein Spital sein und das würde länger dauern dann kriegt der Telefonnummer wo er mir anrufen kann dass ich nach zwei Stunden oder drei Stunden da sind von dort wieder dann abholen kann und inzwischen hat auch anderer Fahrgasts die Chance dass ich ihn in dieser Zeit woanders hin transportiere.

00:10:01: Wie viele Zeiten möchten oder können Sie persönlich in diese Vereinstätigkeit investieren?

00:10:08: Also mein Ziel ist, dass ich es ein bis zwei Mal im Monat mache und dort davon, weil meine Gatte tut auch mit.

00:10:15: Und das Haus praktisch, mir teilen sie dann den, wir nehmen da einen ganzen Tag.

00:10:19: Das Haus praktische fahr'n mich nach meiner Gatte noch mehr Tag hier oder umgekehrt.

00:10:23: Das ist das, dass der Tag wirklich ausgenutzt ist und die Gäste die Möglichkeit haben transportiert zu werden.

00:10:33: Warum braucht es dieses Angebot überhaupt?

00:10:35: Wir haben jetzt gehört, die Bevölkerung wird immer älter.

00:10:38: dieser demografische Wanderer was hast du da in deinen Gesprächen alles mitbekommen?

00:10:44: Ja wie gesagt das leben halt viele.

00:10:46: viele ältere Personen leben alleine oder ältre ehemalige leben allein haben entweder keine Angehörigen in der Umgebung oder die die angehörigen Leben leben weiter weg Und können jetzt nicht kurzzeitig kommen oder sind berufstätig und können jetzt noch nicht kurzfristig für einen Termin irgendwie da jetzt einspringen.

00:11:08: Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass seit Mai sechsundzwanzig die ÖGK die Vorgaben verschärft hat wenn sie Krankentransporte bezahlen.

00:11:20: Da muss wirklich dann auch schon eine NG-Unfähigkeit vorliegen.

00:11:23: also genau so da wird jetzt ein massiver Bedarf ein Städter, den wir gerne zum Teil zumindest obfedern wollen.

00:11:34: Glaubst du wird das Thema Einsamkeit und Mobilität im Alter vielleicht ein bisschen unterschätzt?

00:11:40: Ich denke schon weil es gibt viele Personen die würden gern raus oder haben eben Termine Wichtige Arzttermine, sollten Sie vielleicht öfter mal zu einer Vorsorge oder Kontrolluntersuchung voran und machen das dann aber nicht.

00:11:55: Weil sie eben einen Ernst zum Transportieren haben.

00:11:57: Und ich glaube wenn es da so ein Angebot gibt dass sehr einfach und niederschwellig ist, dann ist das schon eine gute Sache.

00:12:06: Frau König, Sie haben selber mit den Knie erlebt wie wichtig Mobilität ist.

00:12:10: würden Sie sagen, dass Gesundheitsversorgung ohne Mobilität überhaupt möglich ist?

00:12:15: Sehr schwierig.

00:12:17: Das ist sehr schwierig, weil es besteht nicht immer in der Familie die Möglichkeit, dass irgendwer wenn transportiert.

00:12:26: Weil... Die Leute müssen heute arbeiten gehen!

00:12:29: Es gibt die Frau arbeiten, es geht der Mann arbeiten.

00:12:33: Die Kinder, ja gangern Vormittag in die Schuhe, das ist noch schön und gut.

00:12:37: Und Nommetag ist dann auch gut, wann dann praktischer Betreuung vorhanden ist?

00:12:43: Transporte dann noch unterzubringen sind, ist das dann sehr schwierig.

00:12:47: Und drum ist es in meinen Augen sehr wichtig und ich bin froh dass dies praktisch stolz in Wieselburg auf die Beine gestellt worden ist und darum setzen wir wirklich dafür ein und dann nehmen wir mal eine Zeit praktisch jederzeit zum Fahren.

00:13:05: Waren solche Dienste wieder gesundheitsämie früher kann man das sagen so klassische Nachbarschaftshilfe?

00:13:11: Ja!

00:13:12: Das gibt es aber heute auch noch, aber wie Sie sagen früher war die Arbeit nicht so.

00:13:19: Da waren die Frauen ein bisschen mehr daheim und da war mehr Zeit dafür, dass heute alle arbeiten gehen müssen.

00:13:25: Nachbarschaft geht auch, aber das hilft nichts.

00:13:28: Der Nachbar muss ja auch arbeiten.

00:13:31: Es ändert dann den System.

00:13:33: Und drum ist es eigentlich jetzt wichtiger geworden – also sehr wichtig worden!

00:13:39: Sie könnte noch etwas dazu sagen, dass man nämlich ja damit die Woche erst gesagt ist und bei uns angemeldet hat.

00:13:46: Ist es ungut immer wieder die Nachbarn zu fragen?

00:13:50: Aber wenn die das vielleicht machen würden, dann nutzt sie lieber dieses Service.

00:13:56: Wir sind für das hier anstatt dass es zu der Nachbarin geht und irgendwie ein ungutes Gefühl hat, dass ihr die da nötigt mit dir zu fahren.

00:14:04: Das heißt jetzt übernimmt im Prinzip?

00:14:05: Die Kommune diese Funktion.

00:14:08: kommt man vielleicht sagen, dass das so eine neue organisierte Art der Nachbarschaftshilfe ist?

00:14:13: Zumindest auf den Bereich Mobilität gesehen.

00:14:17: Ja, denk schon!

00:14:19: Gibt es noch andere Bereiche, wo die Gemeinden vielleicht ein bisschen mehr nur unterstützen könnten damit ältere Menschen nicht benachteiligt sind?

00:14:27: Das wird sich in den nächsten Jahren jetzt notwendig werden.

00:14:31: Weil man sieht ja was für massiven Bedarf an Pflegepersonal das gibt und wie gesagt die Überalterung der Bevölkerung wird dann anders gehen.

00:14:41: Ich sehe zum Beispiel als Sachen wie Einkaufen gehen, Einkaufstinste etc... Da wird es in den nächsten Jahren einen massiven Bedarf geben und zusätzlichen Angeboten.

00:14:53: Vor allem

00:14:54: die, was am Laun sind, die, wo es wesentlich schwieriger ist, die Möglichkeit haben, einkaufen zu gehen.

00:15:01: Die brauchen solche Sachen dann unbedingt.

00:15:03: Also das ist zwar ein bisschen mit dem Wieseltagsekret, da kann man einkauen gehen oder so.

00:15:10: Aber das wird sich in Zukunft noch mehr werden.

00:15:13: Das würde ich mir die zwei Autos nicht ausgehen.

00:15:15: Wir wissen nicht, wo die Reise noch hingeht.

00:15:17: Wir haben jetzt aber mit dem Projekt Gesundheit Emil gestartet.

00:15:22: Man sieht das wir da sehr schnell sehr viel Ehrenamtliche gefunden haben.

00:15:28: also da ist wirklich eine Motivation da und wenn es so weitergeht, ist ja durchaus offen dass wir das Angebot erweitern.

00:15:36: Aber jetzt schauen wir mal, dass der Emil läuft oder fährt.

00:15:41: Das heißt, es werden noch weitere freiwillige Fahrerinnen und Fahrer gesucht?

00:15:45: Sehr gerne.

00:15:46: Wie gesagt, das sind jetzt bei zwanzig.

00:15:48: Mit dem lässt sich der Betrieb schon gut aufrecht erhalten.

00:15:51: Mein Ziel wäre jetzt einmal so um die Dresse an Pool aus Dressey-Fahrern und Fahrerinnen auf Dorhoft zu haben.

00:15:59: Da muss man eh immer dran bleiben weil sie hat dann jemand auf...

00:16:02: Welche Eigenschaften sollte so jemand mitbringen?

00:16:06: Ich glaube, man sollte schon gern mit anderen Menschen zusammen sein und ein gewisser positiver freundlicher Umgangston ist auch wichtig.

00:16:15: Dass man gern Auto fortfährt wäre wahrscheinlich nicht schlecht.

00:16:18: Man kann dazu sagen wir haben einen Nagel Neuen Skoda L-Rock Elektroauto.

00:16:23: Die jetzigen Fahrerinnen die das Auto schon ausprobiert haben es an alle sehr begeistert davon.

00:16:28: also man hat den Bonus dass man dann mit einem neuen tollen Auto fahren kann.

00:16:34: Übrigens haben die vier Gemeinden zusammengezahlt, um die Anzahlung für das Auto zu leisten.

00:16:39: Da haben wir uns auch sehr gefreut, dass wir da Unterstützung bekommen haben.

00:16:42: Ich würde gerne nur Danke sagen zu allen, die uns eben unterstützt haben in der Umsetzung und auch jetzt im Betrieb unserer Sponsoren – die Gemeinden!

00:16:52: Und eben bei alle Vorar- und Vorarinnen möchte ich mir auch noch mal richtig herzlich bedanken, die sich jetzt bereit erklärt haben, sich dort so engagieren.

00:17:02: Manuel, wo siehst du den Gesundheits-Emel in fünf Jahren?

00:17:06: Puh!

00:17:06: Schwer zu sagen.

00:17:07: Ich habe gehofft, dass wir da volle Auslastung haben was die Nutzerinnen betrifft aber auch die Vorherr' und Vorherrinnen.

00:17:15: Es gibt dann vielleicht andere Gesundheits-Emil auch in anderen Gemeinden und anderen Städten weil ich weiß eben vom Andreas Zeiner den ich vorhin schon erwähnt hab das durchaus grad so oberbanere städtische Gebiete gibt, die da schon auf uns schauen weil wir eben die Ersten sind, die so was machen und die da durchaus auch Interesse haben.

00:17:35: So etwas zu etablieren genau.

00:17:37: Was war besonders schöner Erfolg?

00:17:40: Ein besonders schönen Erfolg.

00:17:42: Ich denke mal es ist schon mal ein besonders schöne Erfolg dass das Ganze jetzt einmal läuft und wenn sie in einer ansprechenden Maß genutzt wird dann bin ich schon zufrieden und da bin ich aber auch überzeugt davon dass das passieren wird.

00:17:56: Dann vielen Dank einmal für die vielen Informationen.

00:17:58: Traditionell kommen wir jetzt wieder zu unserer Schnellfragerunde, das heißt ich stelle eine kurze Frage und ihr antwortet das was euch als erstes einfällt Was bedeutet Gesundheit für euch persönlich?

00:18:12: Um Leben bleiben und genießen

00:18:16: Wohl befinden

00:18:19: Welche kleine Gewohnheit tut eurer Gesundheit gut?

00:18:23: Musik

00:18:27: Sport

00:18:29: Drei Wörter, die den Gesundheits-Email beschreiben.

00:18:34: Niederschwellig, kostengünstig und innovativ.

00:18:41: Ein Satz der Menschen motivieren soll Hilfe anzunehmen oder selbst zu helfen.

00:18:48: Einfach versuchen und nicht lange noch denken, Anrufen.

00:18:51: Hören daran niemanden anrufen – das ist das Wichtigste.

00:18:55: Irgendwann braucht jeder Hilfe und da ist man dann auch selbst froh wenn einem geholfen wird?

00:19:02: Perfekt, vielen Dank!

00:19:04: Ja der Gesundheits-Email zeigt dass Gesundheitsversorgung oft schon weit vor dem Arztbesuch beginnt.

00:19:10: Nämlich dort wo Menschen Unterstützung brauchen um überhaupt dorthin zu gelangen.

00:19:15: Gleichzeitig macht das Projekt deutlich wie wichtig freiwilliges Engagement Gemeinschaft und organisierte Nachbarschaftshilfe in Zukunft sein werden.

00:19:23: Vielen Dank Frau König und Manuel Heidenwurm für die Einblicke in dieses neue Angebot, für eure Zeit und vor allem euren Einsatz für die Menschen in unserer Region.

00:19:34: Wenn Sie nun neugierig geworden sind selbst unterstützt und benötigen oder überlegen sich als freiwillige Fahrerin oder freiwilliger Fahrer einzubringen finden sie weitere Informationen zum Gesundheits-Email in den Links zur Folge bei den Gemeinden der Inregion bzw.

00:19:49: über die Community Nurse Wieselburg.

00:19:52: Danke auch an alle Zuhörerinnen und Zuhörer fürs dabei sein.

00:19:55: Bis zum nächsten Mal!

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